KiSA - Die Ballschule
Die Ballschule – woher stammt sie und was gehört alles dazu ?

In den Stufen 1-4 wird sich im Laufe des Jahres mit der Ballschule bzw. mit Elementen dieser beschäftigt. Aber was gehört alles dazu und wieso gibt es sie?
Die Ballschule wurde von der Heidelberger Universität entwickelt und ist ein Kindersportangebot, das sich an Alle richtet. Dieses Projekt wurde auf dem Hintergrund der fehlenden Straßenspielkultur entwickelt. Noch vor nicht allzu langer Zeit haben unsere Kinder das "ABC" des Spielens auf Straßen, Parks oder Bolzplätzen erlernt. Das „ABC“ des Spielens mit dem Ball schließt folgende Alltagsmotorik mit ein: Prellen, Fangen, Werfen, Stoppen, Passen und Schießen.
Diese vielseitige, natürliche Ballschule gibt es heute bedauerlicherweise so gut wie nicht mehr. Dies liegt einerseits an der mangelnden Bewegung und andererseits an der zu frühen Spezialisierung in einer Sportart. Durch sie kann es zu Entwicklungsdisharmonien und Motivationsverlusten kommen, die zum Drop-Out führen können. Kinder sind keine Spezialisten, sondern Allrounder! Für sie sind zuerst die allgemeinen Grundlagen (s. Alltagsmotorik) wichtig und danach kommen die spezifischen Techniken und taktischen Kompetenzen hinzu.
Daher gliedert sich die Ballschule in drei Stufen. Die Stufe 1 beschäftigt sich mit dem „ABC“ des Spielenlernens und richtet sich somit an alle Anfänger, und im Fall der Kindersport-Akademie, an die Stufen 1 und 2. In der Stufe 2 geht es um die sportartübergreifende Heranführung an die Zielspiele. Dazu gehören Rückschlagspiele (mit Hand und Schläger), Torschussspiele (mit Fuß und Schläger), sowie Wurfspiele (mit der Hand). Mit diesen Themen wird sich in den Stufen 3 und 4 beschäftigt. Die 3. Stufe zielt auf die Spezialisierung einer Ballsportart ab, wie z.B. Handball, Hockey oder Tennis. Diese Entscheidung für eine Sportart ist das Ziel der Kindersport-Akademie.

Der Schwerpunkt der Ballschule liegt auf dem „Spielen lassen“. Denn Kinder beziehen ihre Motivation vor allem aus dem Spielen und weniger aus dem Üben. Dabei wird ständig mit wechselnden Bällen, Spielgeräten und motorischen Ausführungsformen agiert. Im Mittelpunkt steht hierbei die ganzheitliche Ausbildung von Kindern in ihrer geistigen, emotionalen und motorischen Entwicklung. Zusätzlich geht es um die soziale Einbindung in Sportspielgruppen.
Zu den Zielen der Ballschule zählen das vielseitige Erleben und Wahrnehmen von Sportspielsituationen, die Vermittlung spielübergreifender Fähigkeiten und Fertigkeiten mit dem Ball (Ballgefühl, -koordination, -geschicklichkeit, -gewandtheit) und der Abbau festgestellter Motorikdefizite.
















