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Uerdingen nach Sieg über Varel Dritter
Der SC Bayer 05 Uerdingen besiegte die HSG Varel-Friesland verdient mit 24:22 (14:11) und verbesserte sich dadurch auf den 3. Tabellenplatz. Gleichzeitig kann sich die Heimbilanz mit nunmehr 17:11 Punkten ebenfalls sehen lassen. Die Vareler konnten sich zwar im zweiten Abschnitt steigern, ohne am Ende etwas zählbares in den Händen zu halten.
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Uerdingen erwischte einen Traumstart und schien die Gäste aus dem Norden förmlich zu überrennen. Nach den schwachen Spielen der vergangenen Wochen ging die Gästemannschaft verunsichert in die Partie und es drohte eine Fortsetzung der Misere. Nach 10 Minuten führte der Gastgeber mit 7:2 - drei Mal hatten die Vareler den Ball bis dahin schon an Pfosten und Latte geworfen und zudem besten Chancen ungenutzt liegen lassen.
Nach dem Kempator von Lukas Schmitz zum 11:4 (16.) sowie Heider Thomas‘ Treffer zum 12:5 alles schon entschieden. Doch die Mannschaft von Trainer Jörg Rademacher kämpfte sich zurück: In der Folge stand die Abwehr besser und auch Torwart André Seefeldt konnte einige Bälle parieren. Beim Stand von 14:11 ging es dann in die Pause.
In der zweiten Halbzeit hielten die Gastgeber die Norddeutschen immer auf Distanz und ließen sie nie näher als zwei Tore herankommen. "Da hat die Mannschaft super gespielt und super gekämpft", bilanzierte HSG-Trainer Rademacher um sogleich festzustellen, dass man aber nie richtig "rangekommen" sei. Garant für den verdienten Erfolg - Uerdingen lag über die gesamten 60 Minuten ständig in Führung - waren eine sehr gute Abwehrleistung sowie die starke Vorstellung von Martin Kosak im Uerdinger Gehäuse. Kosak durfte seit vielen Wochen erstmals von Beginn an spielen.
„Ich freue mich für Martin. Er hat sich in der für ihn nicht leichten Situation stets vorbildlich verhalten und den Einsatz mehr als verdient. Seine Paraden hielten uns immer wieder in brenzlich scheinenden Situationen im Spiel. Er hat einfach sensationell gehalten“, so Bayer-Trainer Mast. „Man hat heute jedoch auch gesehen, dass wir mit unserem kleinen Kader nun langsam am körperlichen Limit sind. Nach der schweren Verletzung von Jens Beutelt sowie dem kurzfristigen Ausfall von Max Unger schied auch noch Heider Thomas kurz nach dem Wechsel aus. So standen nur noch acht Feldspieler zur Verfügung“, ergänzt der Uerdinger Übungsleiter, der gleichzeitig vorausblickt. „Wir werden nun schnell regenerieren und wieder Energie auftanken, um in den letzten beiden Spielen diesen unglaublichen 3. Platz zu halten.“
Uerdingen: Köß (n.e.), Heesen (n.e.), Kosak (1.-60.); Fietze, Pletz (6), Unger (n.e.), Heider (3), Pannen (3), Kasal (5/4), Weis (2), Schult (3), Janus (1), Schmitz (1)
Varel: Legler, Seefeldt; A. Bubalo, P. Bubalo (2), Dilkas (3), Janssen, Schinnerer (4), Linda (1), Bötel (6), Libergs (6), Bolte
Quelle Handball-World.com Schließen
"Kind des Niederrheins": Olaf Mast über Uerdingen und die Situation in der Handball-Region
Seit Dezember trainiert Olaf Mast den SC Bayer Uerdingen in der dritten Liga West. Den erfolgreichen Kurs, den sein Vorgänger Jörg Förderer mit dem Team aus dem Osten Krefelds eingeschlagen hatte, konnte und kann der ehemalige Bundesligaprofi halten. Die wieder einmal als möglicher Abstiegskandidat gehandelten Uerdinger haben sich als aktueller Tabellenfünfter in der Spitzengruppe festgesetzt. Angesichts des knappen Budgets und des niedrigen Durchschnittsalters im Kader eine kleine Sensation. Im Interview mit Carsten Gietmann erklärt Olaf Mast dieses Phänomen, gibt eine Zukunftsprognose und wagt einen Blick ins handballerische Umfeld am Niederrhein.
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Herr Mast, Sie sind als gebürtiger Krefelder wieder beim Verein Ihrer Jugend angekommen. Welche Bedeutung hat diese Rückkehr für Sie?
Olaf Mast:
Für mich schließt sich ein Kreis. In Uerdingen habe ich das Einmaleins des Handballs erlernt und dort darf ich nun meine Erkenntnisse und Erfahrungen weitergeben. Die Verbindung zum Verein war seit 2007 wieder enger. Nach meinem Rücktritt beim TV Korschenbroich überredeten mich ehemalige Mitspieler aus der Jugend sowie mein Freund Ulrich Dick, mit dem ich beim OSC Rheinhausen gemeinsam den rechten Flügel "beackerte", die freie Zeit zu nutzen und wieder in die kurzen Hosen zu schlüpfen. Mittlerweile hat sich auch Nils Lehmann, der mit Uli und mir gemeinsam beim OSC gespielt hat, uns angeschlossen und wir werfen und schnappen hier und da gemeinsam in der Bezirksliga. Aber ohne Stress und nur, wenn es zeitlich passt. Wichtiger ist hier, gesund in die 3. Halbzeit zu kommen. (lacht)
Sie haben den SC Bayer Uerdingen im Dezember übernommen, als Jörg Förderer zum OSC Rheinhausen wechselte. In welchem Zustand haben Sie die Mannschaft damals vorgefunden?
Olaf Mast:
Das Team war in einem guten Zustand. Der Abgang von Jörg hatte ja keine sportlichen Gründe. Die Jungs waren von dem plötzlichen Abgang menschlich tief enttäuscht. Sie haben mich aber mit offenen Armen aufgenommen und mir den Start leicht gemacht. Die Chemie zwischen dem Team und mir hat von Beginn an gestimmt und ich habe eine hochmotivierte und ehrgeizige Truppe übernehmen dürfen. Es macht Spaß, die Jungs zu fordern und zu fördern.
Der Etat ist niedrig, die Mannschaft sehr jung und unerfahren. Sind das nicht eigentlich Nachteile? Was sind die Gründe, dass es trotzdem so gut läuft?
Olaf Mast:
Auf den ersten Blick ja. Aber wir zeigen Woche für Woche, dass man auch mit ehrlichen Tugenden und Grundwerten vermeintlich stärkere Gegner mit dem doppelten oder gar dreifachen Etat besiegen kann. Die Jungs ziehen zudem unglaublich viel Energie aus ihrem Teamgeist. Bei uns bekommen junge Spieler seit vielen Jahren sehr viel Einsatzzeit. So entwickeln sie sich schnell auf ansprechendem Niveau.
Was Trainingsmöglichkeiten, Versorgung usw. betrifft, brauchen wir uns hinter keinem Verein verstecken. Die wöchentlichen drei Trainingsabende werden anspruchsvoll, effektiv und qualitativ hochwertig gestaltet. Von meinen Assistenten Stephan Windrath und Alwin op de Hipt werde ich da bestens unterstützt. Daneben kann jeder Spieler Zusatzeinheiten im vereinseigenen Fitnessstudio absolvieren.
Ebenfalls von großer Bedeutung ist das bemerkenswerte Engagement vieler Eltern meiner Spieler sowie das von Marga Fothen, der Ehefrau von Abteilungsleiter Manfred Fothen, für das wir alle sehr dankbar sind. Sie alle sorgen bei Heim- und Auswärtsspielen immer wieder für unser leibliches Wohl. Es ist in Uerdingen alles sehr familiär und die Spieler fühlen sich einfach pudelwohl.
Handball Lemgo darf als zweite Mannschaft des TBV nicht aufsteigen, Ferndorf hat schon verlauten lassen, dass man im Aufstiegsfalle auf einen Start in der zweiten Liga verzichten will. Uerdingen hat also noch alle Chancen. Will man diese wahrnehmen?
Olaf Mast:
Was andere Vereine betrifft, will ich das nicht näher kommentieren. Macht es aber denn nicht mehr Sinn, wenn ich vorher schon weiß, dass ein Aufstieg finanziell nicht darstellbar ist, von dem vorhandenen Geld einen höheren Anteil in die Jugend zu investieren anstatt in sportlichen Nonsens?
Dass man mit bedeutend weniger Geld auch Spaß haben und die Klasse halten kann, zeigt Bayer Uerdingen Jahr für Jahr. Meiner Meinung nach muss der Meister aufsteigen! Andernfalls plädiere ich für einen Zwangsabstieg oder zumindest für einen empfindlichen Punktabzug. Ansonsten verliert ein Meistertitel leider seinen Wert. Bei möglichen Nachrückern sehe ich das differenzierter.
Meine Jungs und ich werden alles daran setzten, auch die letzten sechs Spiele zu gewinnen. Was dann am Ende dabei herauskommt, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass Ferndorf oder Leichlingen nun noch drei bzw. vier Spiele verlieren werden. Den Aufsteiger werden die beiden Teams sicher unter sich ausmachen.
Welches Entwicklungspotenzial sehen Sie in Ihrer Mannschaft? Welche Chancen stecken mittel- und langfristig in ihr?
Olaf Mast:
Meine Truppe ist sehr jung und noch lange nicht am Ende der Entwicklung. Leider verlieren wir unser Herz in der Deckung. Meine Aufgabe ist es, im Rahmen des Machbaren die entstandenen Lücken qualitativ zu schließen. Junge talentierte und ehrgeizige Spieler können sich bei uns in aller Ruhe und ohne Druck weiterentwickeln und mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen. Das sollte in den derzeit turbulenten Zeiten viel wichtiger sein und da setze ich auch auf eine gute Beratung der Spieler. Bleibt die Truppe zusammen, dann wird sie auch in den kommenden Jahren sehr guten Sport bieten. Ob das immer so erfolgreich wie in dieser Saison sein wird, bleibt abzuwarten.
Wir werden den Respekt vor dieser Liga nie verlieren und nur realistische Ziele definieren. Will man höher hinaus, dann muss auch unser Image aufgewertet werden, um die Wirtschaftskraft zu steigern. Hier sind aktuelle Spieler eifrig an der Entwicklung eines Konzepts beteiligt. Es ist aus meiner Sicht beispielsweise schwer nachvollziehbar und schmerzt auch ein wenig, dass die tollen Leistungen der Jungs nicht durch einen höheren Zuschauerzuspruch gewürdigt und honoriert werden. Verdient hätten sie es ohne Zweifel! Die Jungs sind ohne Wenn und Aber die Überraschung der Saison, eignen sich alle auch als "Musterschwiegersöhne" und machen zudem einen sensationellen Job!
1997 sind Sie als Spieler vom THW Kiel nach Dormagen gewechselt. Seitdem haben Sie die Region nicht verlassen. Wird das so bleiben? Wie sehen Ihre Pläne aus?
Olaf Mast:
Ich bin ein Kind des Niederrheins und damit auch der Region verbunden. Meine Kinder sind hier geboren und ich habe mich hier beruflich etabliert. Ich bin nicht vom Sport abhängig und werde nur das machen, was mir Spaß macht. Der Handball wird mich sicher nie loslassen, genießt aber nun einen anderen Stellenwert. Sowohl als Trainer als auch als Spieler habe ich das Optimum herausgeholt, was mich sehr stolz macht. Allerdings bin ich immer noch sehr ehrgeizig, zielstrebig und kann nach wie vor schlecht verlieren. (lacht)
Den Aufwand von drei Trainingseinheiten pro Woche sowie dem Spiel inklusive den gezielten Vorbereitungen bin ich bereit neben dem Job noch auf mich zu nehmen, aber nicht mehr. Für den Sport werde ich sicher nicht die verstaubten Umzugskartons noch einmal packen.
Der Handball am Niederrhein schreibt dieser Tage so negative Schlagzeilen wie noch nie. Wie beurteilen Sie die Geschehnisse in Dormagen und Düsseldorf sowie den Rückzug Korschenbroichs?
Olaf Mast:
Die Entwicklung ist sehr bedauerlich und hat mich schwer getroffen. Dieser Umfang war nicht zu erwarten. Rückblickend war die WM 2007 im Nachhinein Gift für unseren Sport. Viele Vereine, Berater und Spieler haben mit dem Titel den Sinn für die Realität verloren. Ich hoffe nun auf einen Selbstreinigungsprozess. Handballer sind in der Regel nicht auf den Kopf gefallen und werden diese dramatische Entwicklung nun richtig einordnen. In den aktuell stürmischen Zeiten sollte jeder Spieler seine berufliche Zukunft intensiv verfolgen und den Markt erst einmal beruhigen lassen. Bei uns kann man in aller Ruhe seine Schule, Ausbildung, Studium oder berufliche Weiterbildungen angehen und nebenbei in der 3. Liga in einem tollen Team spielen.
Sind die Probleme in dieser Masse Zufall oder ist der Niederrhein grundsätzlich ein schwieriger Handball-Standort?
Olaf Mast:
Ich glaube, dass der Niederrhein bei Weitem nicht die einzige gefährdete Region ist. Es gibt genügend Vereine in der Republik, deren Existenz ebenfalls am seidenen Faden hängt und die täglich um ihr Überleben kämpfen. Da sollte nun keiner mit dem ersten Stein werfen. Der Handball hat generell die Spirale überzogen. Wenn man die Lücken einer laufenden Saison nur mit Zuwendungen aus der kommenden Serie ausfüllen kann, dann geht die Rechnung irgendwann gar nicht mehr auf.
Dafür ist die Region in der kommenden Saison zahlreich in der dritten Liga vertreten. Wie schätzen Sie die Zukunftsaussichten ein?
Olaf Mast:
Zunächst gilt es einmal die Ligaeinteilung abzuwarten. Kommt es so wie derzeit erwartet, dann freuen wir uns auf eine Saison mit etlichen Derbys. Das reduziert die Reisekosten und sorgt bestimmt für einen höheren Zuschauerschnitt. Auf der anderen Seite habe ich bei meinen bisherigen Trainerstationen immer gerne junge Spieler aufgrund guter eziehungen zusätzliche Trainingseinheiten, beispielsweise in Düsseldorf oder Dormagen in der Bundesliga, anbieten können. Das ist nun leider nicht mehr möglich. Eine Prognose für die kommende Saison auszugeben, halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für unsinnig. Niemand weiß doch heute, welche Klubs und mit welchem Personal diese in der nächsten Saison auflaufen werden.
Vielen Dank für das Gespräch und für die Zukunft alles Gute.
Quelle: Handball-world.com
Foto: Tobias Käufer Schließen
 Uerdingen wehrt Verfolger ab
In einem Spiel auf eher durchschnittlichem Niveau besiegte der SC Bayer 05 Uerdingen in der dritten Liga West die Zweitvertretung der GWD Minden mit 31:29 (16:17).
Mit dem sechsten Heimsieg in dieser Saison konnten die Gastgeber den Abstand zu einem der Verfolger vergrößern. Gleichzeitig haben die Krefelder nun auch zu Hause eine positive Bilanz und 13:11 Punkte erreicht.
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Beide Teams konnten nur zehn Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen eintragen. Minden begann konzentriert und spielte sich eine Zwei-Tore-Führung heraus. Doch als der überragende Linkshänder Niklas Weis in die Partie kam, wendete sich das Blatt. Mit einem lupenreinen Hattrick sorgte er in der 23. Minute für die erste Führung der Gäste (12:11). Das Spiel wog nun hin und her. Die Pausenführung der Gäste war nicht unverdient.
Bis zur 49. Minute blieben die Grünweißen vorne. Uerdingens Linksaußen Lukas Schmitz sorgte dann per Tempogegenstoß für die erste Führung. Doch Minden ließ nicht locker und drehte das Spiel erneut. Drei Tore der Gastgeber in Folge (erneut Schmitz, Stephan Pletz und Alexander Schult) führten zu einem 30:28 in der 58. Minute und die Partie war entschieden.
"Nach dem tollen Event aus der Vorwoche war ich sehr gespannt mit welcher Konzentration und mit welchem Willen meine Jungs die Sache angehen werden" so Bayer-Trainer Olaf Mast. "Ich bin froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Minden war die erwartete harte Nuss", ergänzt er. "Nun werden wir in der kommenden Woche noch einmal ein wenig Gas geben, bevor wir uns in die kurze Osterpause verabschieden. Die Jungs haben sich aufgrund ihres bisherigen vorzüglichen Auftretens ein paar freie Tage verdient."
Quelle Handball World Schließen
Uerdingen triumphiert deutlich gegen Rheinhausen
In einem einseitigen Lokalderby vor einer würdigen Kulisse besiegte der SC Bayer 05 Uerdingen den OSC 04 Rheinhausen vor 520 Zuschauern am Ende leistungsgerecht mit 37:32 (21:11).
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Schon vor der Partie war klar, dass es sich nicht um ein normales Spiel im Bayer-Sportpark in Krefeld-Uerdingen handeln würde. Seit langer Zeit war kein einziger freier Quadratzentimeter auf der Tribüne zu erkennen und die Halle war ausverkauft. Dies sollte zusätzlich zu einer großen Motivation unter den Akteuren führen, aber offensichtlich nur bei der Heimmannschaft. Uerdingen ging stark ersatzgeschwächt in die Begegnung und musste kurzfristig auf den verletzten Kreisläufer Jens Beutelt (Außenbandverletzung im Knie) sowie Links-händer Niklas Weis (private Gründe) verzichten.
Das Spiel begann von beiden Seiten couragiert. Nach ausgeglichenem Beginn übernahmen die Gastgeber ab der 9. Minute das Kommando und spielten den ehemaligen Zweitligisten bis zur Pause förmlich an die Wand. Uerdingen war bestens auf die Konzepte des OSC ein-gestellt und fand auch im Angriff immer wieder die Lücken in der Gästeabwehr. hochverdient gingen die Krefelder mit einer Zehn-Tore-Führung in die Pause.
Auch nach dem Wechsel endete sich zunächst nicht viel. Erst als bei Uerdingen aufgrund der dünnen Spielerdecke Kraft und Konzentration etwas nachließen, kamen die Olympischen in der 53. Spielminute auf vier Tore heran. Aber Bayer fand wieder in die Spur zurück und in der 57. Minute war die Partie beim 34:27 endgültig entschieden.
"Ich denke die Mannschaft mit der größeren Leidenschaft, dem größeren Willen sowie Teamgeist hat heute völlig verdient gewonnen", so ein rundum zufriedener Bayer-Trainer Olaf Mast. "Die Truppe zeigt unglaubliche Qualitäten sowie Tugenden und bietet ehrlichen Sport. Das kann man mit materiellen Dingen gar nicht aufwiegen. Sie hat ein deutliches Zeichen gesetzt und beste Werbung in eigener Sache gemacht. Es macht einfach Laune die Jungs zu fördern und zu fordern", ergänzte er.
Nach dem Spiel wurde der langjährige Trainer der Uerdinger und jetzige OSC-Coach Jörg Förderer von Bayer-Abteilungsleiter Manfred Fothen offiziell verabschiedet. "Sicher keine alltägliche Geste aufgrund der Beweggründe der Trennung. Aber es zeigt eindrucksvoll, dass hier auch andere Werte eine sehr wichtige Rolle spielen", kommentierte Mast die Vorgehensweise des Clubs.
Förderer hatte bekanntlich den Krefeldern im Dezember 2011 überraschend den Rücken gekehrt und umgehend beim OSC Rheinhausen angeheuert. In solchen Fällen ist eine offizielle Verabschiedung eher die Seltenheit. "Nun wollen wir noch einmal alle Kräfte bündeln und uns mit einem positiven Gefühl in die kurze Osterpause verabschieden", gab Mast die Richtung für das nächste Heimspiel am kommenden Samstag gegen die Bundesligareserve der GWD Minden vor.
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3. Liga West - Uerdingen bittet zum Lokalderby
Am Sonntag erwartet der SC Bayer 05 Uerdingen um 16:30 Uhr im heimischen Sportpark zum Nachholspiel den alten Lokalrivalen den OSC 04 Rheinhausen. Viele der Beteiligten haben eine Vergangenheit in dem anderen Trikot.
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Beispielsweise spielte der Uerdinger Kreisläufer Jens Beutelt bereits in Rheinhausen, während die Rheinhauser Rückraumspieler Tobias Bochwitz und Mirko Szymanowicz einmal die Uerdinger Farben trugen. Uerdingens Damian Janus wechselt im kommenden Sommer zum OSC. Auch die beiden verantwortlichen Trainer kennen beide Seiten bestens. Nach knapp 10 Jahren verließ OSC-Coach Jörg Förderer im Dezember letzten Jahres quasi über Nacht den SC Bayer und schloss sich den Olympischen an. Beim OSC war er Mitte der 90er Jahre auch als Spieler aktiv.
Uerdingens Trainer Olaf Mast startete seine Spielerkarriere in Uerdingen und feierte im Dress des OSC seine ersten großen sportliche Erfolge. "Wir hatten damals eine super Truppe und es war meine emotionalste Zeit als Spieler.", sagt Mast. "Wir pflegen auch heute noch beste Kontakte untereinander und freuen uns jedes Mal, wenn wir uns wiedersehen." Letztmalig traf sich die Erfolgsmannschaft im letzten Sommer und bestritt ein Vorspiel bei der OSC-Saisoneröffnung. "Es war schon eine unglaubliche Kameradschaft", ergänzt Mast. "Als mir beispielsweise in den Sinn kam, ein zehnjähriges Jubiläumsspiel anlässlich unserem Bundesligaaufstieges 1993 zu organisieren, zögerte kein Spieler - egal wo er nun beheimatet ist - und sagte sofort zu. Über 1.000 Zuschauer für ein Benefizspiel zeigten zudem, dass unsere Truppe nicht gerade unbeliebt war", lacht Mast mit einem Augenzwinkern.
Doch dies ist alles nur etwas für Nostalgiker. Am Sonntag wird trotz der Tabellensituation ein Duell auf Augenhöhe erwartet. Während die Uerdinger weit über dem Soll liegen, hinkt der OSC den eigenen Erwartungen hinterher und braucht noch Punkte, um sich aller Abstiegssorgen zu entledigen. Beide Mannschaften kennen sich aus dem Effeff und gerade OSC-Trainer Förderer weiß die Stärken und Schwächen seiner ehemaligen Schützlinge natürlich bestens einzuschätzen.
"Ich erwarte ein hochinteressantes und spannendes Spiel mit vielen Emotionen", blickt Mast voraus. "Auch der Rahmen wird stimmen, denn aufgrund der bisherigen Nachfrage rechnen wir mit einem sehr guten Besuch. Meine Jungs können den Anpfiff kaum erwarten."
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Handball – 3. Liga West
SC Bayer 05 Uerdingen empfängt die TSG Altenhagen Heepen
Am kommenden Samstag spielt der SC Bayer 05 Uerdingen gegen die TSG Altenhagen Heepen wieder um Punkte in der 3. DHB Liga West. Spielbeginn ist um 18.00 Uhr in der Halle am Löschenhofweg.
Die TSG Altenhagen Heepen nimmt aktuell den 13. Tabellenplatz ein und konnte sich mit zwei Siegen, gegen Mannschaften aus dem hohen Norden, etwas von den Abstiegsplätzen absetzen. Ganz anders sieht es bei der Mannschaft von Olaf Mast aus, in der aktuellen Tabelle steht Bayer auf Platz 5 und in der Rückrundentabelle sogar auf Platz eins.
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Trotz der hervorragenden Serie von zuletzt 9-1 Punkten hat Olaf Mast bei den Übungseinheiten die Intensität nochmals erhöht um den Spielern das Rüstzeug für das letzte Drittel der Saison mitzugeben. Denn mit den Spielen in Leichlingen und in Uerdingen gegen den OSC Rheinhausen und TSG Minden II hat der März einiges für die Mast Truppe zu bieten.
Jetzt gilt es aber erst einmal die ganze Aufmerksamkeit auf das Spiel gegen die Mannschaft aus Bielefeld (Altenhagen-Heepen ist ein Bielefelder Ordsteil) zu richten. Haupttorschützen sind bei der TSG Christopher Kunisch und Michael Boy, die beiden Spieler waren auch schon im Hinspiel mit 9 und 7 Treffern die besten Werfer in ihrem Team.
Bei Uerdingen war Alexander Schult mit 10 Toren bester Schütze und Bayer gewann dort denkbar knapp mit 34:35. Das Spiel am Samstag leiten die Sportkameraden Thorsten Hütt und Daniel Köpplin aus Marienheide und Bergneustadt. Schließen
.jpg) Uerdingen holt nächsten Auswärtspunkt in Ferndorf
Die Uerdinger Erfolgsstory im Jahr 2012 geht weiter. In der "Stählerwiese" des TuS Ferndorf erkämpfte sich der SC Bayer Uerdingen einen verdienten Auswärtspunkt. Nach dem 30:30 (16:16) ist Uerdingen im Jahr 2012 nach wie vor unbesiegt und weiterhin die beste Auswärtsmannschaft in der Liga.
"Diese Truppe ist fantastisch und macht einfach tierisch Spaß," freute sich der mehr als zufriedene Bayer-Trainer Olaf Mast. Mit dem notwendigen Respekt, aber ohne jegliche Furcht, gingen die Gäste in das Spiel beim haushohen Favoriten. Das Spiel wog in der erste Halbzeit hin und her. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen und so war das Remis zur Pause die logische Konsequenz.
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Nachdem Jonas Faulenbach zu Wiederbeginn den Gastgeber in Führung warf, folgten ganz starke Minuten der Gäste vom Niederrhein. In der 42. Spielminute führte Uerdingen durch einen Kempa-Treffer von Heider Thomas und einem typischen Tor von Thomas Pannen mit 23:20. Doch Ferndorf kam zurück, ging seinerseits in Führung und in der 48. Minute war das Spiel wieder ausgeglichen. Uerdingen setzte jedoch weitere Nadelstiche und lag neun Minuten vor Schluss wieder mit 28:25 vorne.
Nach einem Team-Timeout schlug Ferndorf - auch unterstützt durch die lautstarke Unterstützung der heimischen Zuschauer – eiskalt zurück. Mit fünf Treffern in Folge drehte der Favorit das Spiel und es schien drei Minuten vor dem Ende beim 30:28 eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Aber Uerdingen konterte und zeigte Moral. 45 Sekunden vor dem Ende nahm Bayer-Trainer Mast seine Auszeit, um den letzten Spielzug zu besprechen. Der Torwart wurde zugunsten eines siebten Feldspielers geopfert. Diese Maßnahme hatte Erfolg und „Geburtstagskind“ Lukas Schmitz gelang von Linksaußen der verdiente Ausgleichstreffer.
Damian Janus und Heider Thomas zeigten in der Abwehr eine famose Leistung. "Heider war zu Beginn des Spiels verständlicherweise etwas unruhig, hat aber schnell seinen Rhythmus gefunden. Der TuS wird seine Freude an einem auch charakterlich einwandfreien Menschen haben", sagte Mast. "Ich darf der gesamten Truppe ein Riesenkompliment aussprechen. Sie zeigte wieder einmal eine geschlossene Mannschaftsleistung", war Mast voll des Lobes. "Zum wiederholten Male hat sie es einem Gegner, der über ganz andere Möglichkeiten verfügt, mit ehrlichen Tugenden die Stirn geboten. Der derzeitige Tabellenstand ist mittlerweile kein Zufall mehr." Damit haben sich die Krefelder endgültig in der Spitzengruppe festgesetzt. Im März warten nun drei Heimspiele und das schwere Auswärtsspiel in Leichlingen.
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 Uerdingen weiter mit weißer Weste im Jahr 2012
Im heimischen Sportpark behielt der SC Bayer 05 Uerdingen am frühen Samstagabend gegen die Ahlener SG mit 30:27 (16:14) die Oberhand.
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Man merkte den Gästen aus Westfalen an, dass sie aus dem Heimsieg in der Vorwoche gegen die HSG Varel eine Menge Selbstvertrauen getankt hatten. Mit einer aggressiven Abwehrarbeit und couragierten Auftreten in der Offensive hielten sie die Partie bis zum Ende offen.
Im ersten Durchgang wog das Spiel mit leichten Vorteilen für die Gastgeber hin und her. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel wuchs der Vorsprung der Uerdinger erstmals auf fünf Tore und die Partie schien entschieden. Ahlen ließ sich jedoch nicht abschütteln und hatte in dem Rückraumrechten Wischnewski einen treffsicheren Schützen, der effektiv seine Freiheiten nutzte und seine Farben immer wieder im Spiel hielt. Doch auch Thomas Pannen hatte auf Uerdinger Seite einen guten Tag erwischt und sorgte neben Niklas Weiß dafür, dass der Gegner immer wieder auf Distanz blieb.
"Leider haben wir viele besprochene Dinge vorne und hinten nicht auf den Punkt gebracht und zu viele glasklare Torchancen vergeben. Dennoch geht der Sieg in Ordnung," bilanzierte Bayer-Trainer Olaf Mast. Die Krefelder sind 2012 weiterhin ungeschlagen und konnten sich nach zuletzt vier Siegen in Folge nun auf den vierten Tabellenplatz vorschieben.
"Die bisher gezeigten Leistungen sind wirklich sehr beeindruckend und bemerkenswert. Der Tabellenstand ist sensationell. Nun darf das Team auch ausgelassen Karneval feiern," so Mast mit einem Augenzwinkern. "Dennoch werden wir vor und nach den „tollen“ Tagen weiter hart arbeiten und freuen uns bereits jetzt auf das Gastspiel und den Vergleich beim neuen Tabellenführer aus Ferndorf."
Derweil wird weiter an dem Kader für die Saison 2012/2013 gefeilt. Schließlich gilt es die bisher feststehenden vier Abgänge zu kompensieren. "Wir werden weiterhin den Weg mit jungen Spielern aus der Region gehen, die wir gerne an die 3.Liga heranführen und vielleicht sogar für höhere Aufgaben weiterentwickeln wollen. Dafür haben wir hier exzellente Bedingungen." ist Mast bereits mit vielen interessanten Spielern im Gespräch und hofft bald auf die ersten Zusagen. "Neben einer vorhandenen sportlichen Perspektive bzw. Qualität lege ich aber auch einen hohen Wert auf charakterlich einwandfreie Spieler. Schließlich zieht mein Team aus der Geschlossenheit eine Menge positiver Energie, auf die wir nicht verzichten wollen", lobte Mast noch einmal den Teamgeist seiner Mannschaft und rundete so gleichzeitig das Anforderungsprofil ab.
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