Konzept

a) Was ist Psychomotorik?

Der Begriff bezeichnet die enge Verbindung zwischen der Psyche (seelische Vorgänge wie z.B. Gefühle, Stimmungen) und der Motorik (körperliche Vorgänge, Bewegung, Handeln). Zwischen der Psyche und dem Körper besteht eine wechselseitige Abhängigkeit, da Gefühle wie Wut, Trauer oder Freude durch Bewegung, Körperhaltung, Mimik und Gestik zum Ausdruck gebracht werden.

Das Konzept der Psychomotorik geht in ganz Deutschland vor allem auf E. J. Kiphard zurück. Grundlage seiner praktischen Arbeit war die Erkenntnis, dass Bewegung und Wahrnehmung von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit sind.

Mit Psychomotorik erreichte man die Kinder in ihren Bewegungen, Schwächen und Störungen. Dies wird ausgeglichen und in Sicherheit verwandelt. Die neu gewonnene Sicherheit, die das Kind mit seinem eigenen Körper wahrnehmen konnte, wirkt sich auf die kindliche Persönlichkeit aus: Die Kinder legen verschiedene Auffälligkeiten ab, verlieren ihre Angst, gewinnen Selbstvertrauen, werden ruhiger und ausgeglichener.

„Psychomotorik kennzeichnet eine ganzheitlich – humanistische, entwicklungs- und kindgemäße Art der Bewegungserziehung.“ ( Kiphard, Psychomotorik)

b) Ziele der Psychomotorik

Die Psychomotorik ist eine ganzheitliche Förderung über Bewegung, Wahrnehmung und Spiel. Ansatzpunkte sind die Stärken, Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben des Kindes. Im Mittelpunkt stehen die Persönlichkeitsentwicklung und Erwerb von Handlungskompetenz: Das bedeutet die Befähigung, sinnvoll mit sich selbst, mit seiner dinglichen und personalen Umwelt durch möglichst optimale Nutzung der persönlichen Ressourcen kritisch und angemessen umzugehen.

Erwerb von Handlungskompetenz geschieht durch:

  • Ich – Kompetenz – seinen Körper erfahren, erleben, verstehen und mit ihm umgehen können
  • Sach – Kompetenz – die materielle Welt wahrnehmen, Informationen über sie erlebend und verstehend verarbeiten und mit ihr umgehen können
  • Sozial – Kompetenz – sich aktiv an die personale Umwelt, d.h. an andere Menschen anpassen und mit ihnen kommunizieren können, eigene Wünsche und Bedürfnisse als solche erkennen, mit anderen abstimmen und an die Situation anpassen


c) Inhalte der Psychomotorik-Kurse

Im Psychomotorischen Kinderturnen werden Bewegungs- und Spielanlässe geschaffen. So werden bereits vorhandene Fähigkeiten gestärkt und Grundlagen für weitere Entwicklungsschritte geschaffen. Zu den Inhalten einer Stunde gehören wechselseitige Anspannung und Entspannung durch spielerische Kindermassagen, Traumreisen, Entspannungsgeschichten, Lauf-, Fang- und Konzentrationsspiele. Materialien der Psychomotorik-Kurse sind unter anderem Alltagsmaterialien wie Bierdeckel, Korken, Luftballons, Toilettenpapier, Rollen, Steine oder Wäscheklammern. Außerdem Rhythmikmaterialien wie Rasseln, Stöcke, Chiffontücher und Musikstücke. Rollbretter, Schwungtücher, Bälle aller Art, Seile, Bänke, Turnmatten, Luftmatratzen und Teppichfliesen wirken genauso motivierend auf die kindgemäße Bewegungswelt. Man kann mit den einzelnen Materialien viele verschieden Bewegungsangebote anbieten. Mit den unzähligen Kombinationsmöglichkeiten der Materialien bietet sich den Kindern viel Raum für Experimente.

d) Berufliche Qualifikation der Mitarbeiter

Staatlich anerkannte Motopäde/Innen, Heilpädagogen/Innen und Übungsleiter/Innen mit Qualifikation führen die Kurse.

e) Finanzierung

Informationen zur Finanzierung finden Sie hier


zur Sportangebotsuche
Partner
 
Terminkalender
Schlagzeilen
Aktuelle Termine
Cheerleading: FuĂźball: Veranstaltungen: Beachclub:
Ein Service für
Vereine von

Anmelden

Direkt zu SPORT-ID
Benutzername
Passwort Passwort vergessen?

 
 
 
 
Copyright © 2002-2012 - SC Bayer 05 Uerdingen e.V. - Alle Rechte vorbehalten